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Mittwoch, 29. Februar 2012

~ Engelfürsten als Kollektivgeister~

Autor: Anthera


Im Folgenden findet sich eine persönliche Aufarbeitung und/oder Adaption auf Basis einiger Überlegungen unter angelologisch-okkulten Gesichtspunkten:

Immer dort, wo sich ein neuer „Kollektivgeist“ erhebt (durch Revolution, Wiedervereinigung, Zusammenbruch einer überholten Regierungsform usw.) betritt gleichzeitig ein „neuer“ (d. h. sinngemäß wieder aufgestiegener) Engelfürst die Welt-Bühne und übernimmt unter bestimmten Vorzeichen die Führung eines Kollektivs/Volkes/einer Sippe. Dieser Führungswechsel hängt möglicherweise mit dem Aufgehen und Sinken bestimmter astrologischer, geografischer, zeitlicher, räumlicher und anderer, kollektiver Konstellationen zusammen. Stagniert das Wesen eines Volkes oder eines Völkerbundes, so verlangsamt es sich und steigt den – ich nenne es hier - „Horizontbogen“ herab wobei es an Kraft, Macht, Bedeutung und Mitspracherecht verliert.

Wenn ein Kollektiv oder Volk in Stagnation also nicht vollkommen absteigen will, muss sich ein Wechsel in der Führungsebene vollziehen. Das geschieht auf der physischen Ebene ebenso wie auf der metaphysischen. Der Engelfürst (der m. E. nach z. B. auch als Trinität agieren kann und unter den weiter oben erwähnten Bedingungen mitunter sogar muss) weiß um die Notwendigkeit, sich von seinem Volk zurückzuziehen, wenn seine Aufgabe erfüllt ist und wenn er selbst wieder zu Kräften kommen muss und übergibt an einem Scheitelpunkt das in seinen Aufgabenbereich hinein wirkende Volk oder Kollektiv an eine andere/neu heraufsteigende Entität. Ich möchte dabei anfügen, dass sich für diesen Engel z. B. durch das Einstrahlen einer zyklisch aufsteigenden kosmischen Kraft (z. B. der Jupiter-, Mars-, Saturnsphäre etc.) und demnach zu einer bestimmten Zeit die natürliche Notwendigkeit einer Ablöse ergibt.

„Sein oder ihr Stern ist aufgegangen“ bedeutet unter dem Gesichtspunkt, dass sich jemand zur rechten Zeit, am rechten Ort und mit allen zu dem Zeitpunkt beteiligten Kräften auf dem Weg in ein neues Äon, das wiederum von anderen Zeit- und Formgeistern beherrscht wird, befindet.

Bei dieser Überlegung wird offenkundig, dass sich z. B. Engel, Erzengel und Menschen ein gemeinsames Schicksal teilen. Die Welt der Menschen hängt stark von der Welt der Engel ab, und umgekehrt. Erzengel und Engel sind hierbei Vermittler der kosmischen Wirkkräfte (=Trägerenergien). Intelligenzen als Verstärker und Zentrierer der Kräfte, die die Welt zusammenhalten und formen.

Die formgebenden Gestaltkräfte befinden sich auf einer abstrakten Ebene, die vom Einzelwesen Mensch aufgrund seiner an die Grobstofflichkeit und ihre angrenzenden Sphären gebundene Existenz und Radius nur insofern wahrgenommen oder als „möglich relevant“ erahnt werden kann, wie sich ihm diese nahe liegenden Kräfte (Engel, Genien, Geister) und Kraftzentren (Sphären) offenbaren.

Ein Kollektiv/ein Volk/eine Sippe o. ä. kann immer nur so stark, schwach (oder ohnmächtig) sein, wie sein Engelfürst oder seine Engelfürsten. Und wenn der das Volk führende Engelfürst (oder Archont) gebannt/unterworfen/geschwächt wird, schwindet auch die Macht oder das Ansehen eines Staates/Volkes. Die Archonten (Engelfürsten) werden mitunter durch okkult operierende „Kreise“ von einem Kollektiv abgeschnitten, damit an ihre Stelle eine andere oder mitunter auch gar keine Engelmacht tritt (sondern u. U. eine andere)
Meiner Meinung nach kann auf dieser Ebene nur durch die Erlösung oder das Zurückholen des gebannten Engelfürsten die Wiederherstellung der kollektiven Kraft, der Seele und die Mission eines Kollektivs/Staates/einer Sippe (im Kleinen sowie im Großen) wiederhergestellt werden.

Verändern sich die geografischen Grenzen, treten andere Fürsten hinzu, beteiligen sich an der Formgebung und Umsetzung der jeweiligen Mission oder übernehmen territoriale Aufgaben. Interessant ist in dem Zusammenhang das Auslesen bestimmter Beeinflussungen.

Ein jedes Volk hat zu jeder Zeit eine ganz bestimmte „Qualität“, die durch ihre regierenden Repräsentanten (ob wir sie nun wollten oder nicht) sinnbildlich verkörpert wird. Wenn man also genauer beobachtet, welche Kräfte wann und wo das Sagen haben und wie sich diese im größeren Umfang auswirken, können Rückschlüsse auf die Qualität (und damit auf die Identität) des vorherrschenden Engel/Genius/Archonten gezogen werden.

Ist die Verbindung zwischen Kollektivgeist und den Individuen des Kollektivs intakt, dann ist die Verbindung zum „Geschicklenkenden Geist“ stark/souverän. Zeigt sich hingegen eine extreme Kluft zwischen Volk und Regierenden oder flammen gar bürgerkriegsähnliche Konflikte auf, wurde die Verbindung zwischen Volk und Volksgeist, als den natürlichen Herrscher/Bewahrer/Schutzpatron/Lenker und Vertreter eines Kollektivs abgetrennt.

Für die Erlösung eines gebannten Engelfürsten oder einer Engelfürstengruppe durch zerstörerisch wirkende Gegenspieler braucht es eine klare Identifizierung der Qualität jener niedergedrückten Wesenheit. Diese Identifizierung findet u. a. über die Zusammensetzung des Namens statt. Mystiker und Okkultisten versuchen gleichermaßen seit Jahrhunderten hinter das Geheimnis der „heiligen Namen“ zu kommen. Wer den Namen der in den einzelnen Sphären regierenden Fürsten kennt, hat auch die Macht über die Zentren der Erde, denn auf Erden – so sind sich die Mystiker aller Kulturen einig - erfüllt sich auch die Mission der Himmel.

Das, was wir im Außen sehen, wahrnehmen und erfahren, ist bekanntlich immer nur ein kleiner Abdruck dessen, was aus der unsichtbaren Welt zu uns herüber schwappt. Gleichzeitig sind wir aber sowohl mit den sichtbaren als auch mit den unsichtbaren Welten bis in die letzte Zelle verbunden, d. h. es spielt für alle unsere Entscheidungen, Gedanken und Taten auch immer eine Rolle, zu welcher Sippe wir gehören. Zu dieser gibt es die entsprechende, übergeordnete Familie in der geistigen Welt. Denn das eine kann ohne das andere (was sein natürliches Gegenstück ist) nicht existieren. Wenn man selbst ohnmächtig (= ohne Macht) ist, gilt ebenfalls: Die Rück-Verbindung mit der für mich verantwortlichen Macht bringt mir selbst meine eigene Macht bzw. die Macht der Familie/Sippe/des Volkes/Kollektivs zurück...

Interessant ist zudem auch der Aspekt der Herkunft sowie der des Wohnortes. Die Qualität des Ortes (meint hier: Energetik) gibt Auskunft über das, was man an diesem Ort lernen und ausführen „soll“. Die Qualität der Geburtsgenien gibt Auskunft über Anlagen und Persönlichkeit, also u. a. auch darüber, wie diese Aufgaben voraussichtlich bewältigt werden. Nicht zuletzt war es durch alle Zeitalter hindurch ein bekannter Brauch, seinen Leichnam zur Beerdigung an den Ort seiner Geburt zurück bringen zu lassen.

Einige okkulte Logen arbeiten darauf hin, einen bestimmten Engelfürsten (oder Genius bzw. andere Entitäten) an einem bestimmten Ort zu installieren und die Ablöse künstlich herbeizuführen, andere Gruppierungen arbeiten daran, die Herrscher bestimmter Zeitqualitäten zu installieren, um eine bestimmte Zeitqualität wiederherzustellen oder neu zu installieren, die sich auch in ihrer Entsprechung physisch, d. h. gesellschaftlich, geistig, kulturell, zwischenmenschlich usw. darstellt.

Es wäre mit Sicherheit ein Irrtum, den o. g. Kollektivgeist/Genius/Engel als einen Herrscher oder Autokraten im heute verpönten Sinn zu betrachten. Dies entspricht in keinster Weise seiner Natur und ergibt metaphysisch betrachtet keinen Sinn. Vielmehr könnte man ihn als ein natürlich gegebenes Kraftzentrum, eine Lebensader oder Aorta betrachten über die wir als Einzel-Individuen gleichzeitig mit der sogenannten „Weltseele“ verbunden sind.


Anthera im Februar 2012 ©
 




Montag, 31. Oktober 2011

~ Samhain 2011 ~

Autor: Anthera


Ich bin nicht tot, ich tausche nur die Räume,
ich bin in Euch und geh’ durch Eure Träume.
-Michelangelo-




An Samhain – dem Ende des Sommers – erinnern wir uns traditionell in der Nacht auf den 01. November. Es heißt von jeher, dass die Grenzen zwischen Dies- und Jenseits in dieser Nacht besonders dünn gewebt sind und man leicht auf die jeweils andere Seite gelangen kann.

Das Sinnbild der sich öffnenden Gräber zu Halloween bedeutet, dass die Tore in die jenseitige Welt in jener Nacht weit offen standen. Aber auch die Jenseitigen können durch das Zeitfenster in das Diesseits gelangen und sich unter das menschliche Volk mischen.

Allerdings bezieht sich der Ursprung Samhains weniger auf losgelassene wilde Geister, sondern eher an das Andenken an die Ahnen. Totenfeiern wurden abgehalten, gemeinschaftliches Essen und Gelage an den Friedhöfen oder Grenzsteinen. Verstorbene wurden geehrt, in dem man ihre Bilder oder Gegenstände, die sie besaßen mit Blumen und Lichtern schmückte.

Den Ängstlichen wurde geraten, in dieser Nacht besser im Haus zu bleiben, weil sonst zu befürchten sei, dass diese sich in den Nebelwäldern des Jenseits verirrten und von Geistern, Feen oder Verstorbenen auf die andere Seite der bekannten Welt gezogen würden. Oder dass man sich auf unbekannten Pfaden verirrte, die plötzlich aus dem Nichts auftauchten, weil in der Nacht auf den 01. November plötzlich Weggabelungen erscheinen, die sonst im Jahr nicht zu sehen waren. Und man fürchtete, dass man sich auf unbekannten Wegen, auf fremden Äckern wiederfand, was ein Problem darstellte, wenn sich die Tore nach dieser Nacht wieder verschlossen und man auf der anderen – der fremden Seite gefangen war, womöglich sogar zu einem Geist werden musste, weil der Eingang zur Menschenwelt verschwunden war.

In der irischen Tradition ist Samhain auch die Nacht der Seelenfahrt zur Insel der Feen. Und Feen verlassen in jener Nacht ihre Hügelgräber, um sich an die gedeckten Tische der Menschen zu setzen und den schaurigen Geschichten von Menschen zu lauschen, die auf Geisterjagd gingen und die Irrlichter in Gläser sperrten, um sie sich in der dunklen Jahreszeit zu schenken.

In dieser Zeit schieben sich die Realitäten von Oberwelt (Himmel), Mittelwelt (Erde) und die Unterwelt also übereinander, Mythen und Legenden vermischen sich, sodass es einfach ist, sich in dieser Zeit mit der vorherrschenden Qualität zu verbinden, zu meditieren, den Verstorbenen zu gedenken oder Geister, Feen, Engel, Götter und Schutzheilige in sein Haus einzuladen bzw. sich an Orte zu begeben, an denen man der Natur und ihren Geistern am nächsten ist. Ein nächtliches Picknick an einem Grenzstein wäre ein solcher Ort. Oder die Mauer eines Friedhofs, ein alter abgelegener Teil eines Gartens, in dem verwilderte Gräber stehen, aber auch eine Hecke oder ein Zaun kann so ein symbolischer Ort sein, an den man ein Windlicht aufstellt oder eine kleine Schale mit Keksen und Nüssen abstellt.

Die Menschen gehören in dieser Nacht 12 Stunden zur „Nichtzeit“, was bedeutet, dass wir uns in dieser Zeit gezielt auf all die Dinge unseres Lebens konzentrieren können, die wenigstens hin und wieder eine Sicht außerhalb von Zeit und Raum erfordern. Wir nehmen sie sozusagen aus der Zeit heraus und können so in Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft reisen. Deshalb wird Samhain auch als Zeit außerhalb der Zeit verstanden, in der man sich auf ein neues Jahr einstimmt, orakelt, Karten legt oder die Runen wirft, um dem Schicksal ein paar Einblicke zu entlocken.

Samhain bedeutet daher für mich auch ein kleiner Moment innerhalb der Ewigkeit, in welchem das Haus geputzt wird, ein kleiner Tisch gedeckt wird und die Fotos der Ahnen mit Blumen und Kerzen geschmückt werden. Gegenstände (Schmuckstücke, Uhren, Briefe), die wir von unseren Ahnen geschenkt oder vererbt bekommen haben, können gern dazu gelegt werden. Der restliche Tisch kann z. B. mit Herbstfrüchten und anderen Accessoires, z. B. einem Kürbis, Kastanien, Eicheln, farbige Blätter, Federn, Steine, Muscheln oder Wurzeln geschmückt werden.

Gedenk-Bildchen, Geschichten und Erinnerungen

Eine kleine Samhain-Anregung, die ich an dieser Stelle gern teilen möchte, weil ich sie so schön finde, um sich mit dem Gedenken an die Ahnen zu befassen, ist die Herstellung von kleinen „Gedenkbildchen“.

Auf ihnen werden Name, ggf. ein Foto Geburts- und Sterbedatum sowie kleine Erinnerungen notiert, die man mit dem Verstorbenen geteilt hat. Ein Gedicht, das erinnert oder kleine Geschichten, Redewendungen, die immer wieder benutzt wurden oder eine gemeinsame Erinnerung (weißt Du noch, als wir uns auf dem Berg verirrten und in einer Schutzhütte zwischen Schafen übernachteten?). Der Kreativität sind hier keine Grenzen gesetzt und der künstlerisch Begabte findet hier hunderte Gestaltungsmöglichkeiten.

Die Idee ist insofern sehr hübsch, weil man die Gedenkbildchen auch über das Jahr in einer schönen Schmuckdose verstauen und zu bestimmten Tagen im Jahr (Samhain/Allerseelen, Weihnachten oder Totensonntage) eben zum besonderen Gedenken herausnehmen kann.

Wir machen Erinnerungen damit greifbar. Und konservieren sie. Außerdem ist es ein schöner Brauch, solch eine „Familien-Erinnerungsschachtel“ einmal an die Kinder und Enkelkinder weiter zu geben, die ja leider oft nur noch wenig Bezug zur Generation der Urgroßmütter- und –väter haben. Darin können dann auch persönliche Briefe, kleinere Gegenstände, Fotos, Schmuckstücke, Großvaters Bleistiftzeichnung von 1928 oder Großmutters legendäres, handschriftliches Kuchenrezept aufbewahrt werden.

Ich wünsche allseits ein fröhliches Gedenken und Bewahren.

Merry Meet!
 


Copyright © Anthera
 





Mittwoch, 28. September 2011

~ 29. September (Michaelis): Tag der Engel ~

Autor: Anthera


Der 29. September ist der Festtag des Erzengels Michaels (Michaelistag) in den abendländischen Kalender eingegangen. Aus diesem Anlass möchte ich dieses Datum heute einmal in einem kurzen Exkurs betrachten und nicht nur im Sinne von Engelarbeitern im esoterischen, Engelverehrern im christlichen oder Engelmagier im magisch-okkulten Zusammenhang sprechen. Heutzutage gilt der 29. September aber auch als Gedenktag der Engel und Erzengel allgemein.

Michael ist uns als der streitbarste Engel zu einem Begriff geworden. Zu seinen bildlich dargestellten Markenzeichen zählen Rüstung, Schild und Schwert, jedoch wird ihm gelegentlich auch eine Waage als Attribut hinzugefügt, die die Wägung der Seelen von Verstorbenen symbolisiert. Aber auch das Aufwiegen unserer Entscheidungen, also das, was wir jeweils aus unseren Möglichkeiten geschöpft haben, wird mit dem Symbol der Waage auf eindrucksvolle Weise versinnbildlicht.

Michael ist aber nicht der Richter des Menschen, sondern sein Fürsprecher im Jenseits und Verbündeter. Er tröstete etwa Eva nachdem sie mit Adam aus dem Paradies verbannt wurde und half den Söhnen der ersten Menschengeneration und ihren Nachfahren in ein zivilisiertes Zeitalter. Engel hat es jedenfalls in unterschiedlichen Ausführungen und bereits vor dem Christentum gegeben. Zur Zeit der Antike gab es bereits einen jahrhunderte alten, in die heidnische Zeit zurück gehenden Verehrungskult um die geflügelten Söhne des Himmels, z. B. der Erzengel (dass es mehrere Arten von Engeln gibt und wie diese sich voneinander unterscheiden soll hier in der Kürze heute nicht Gegenstand sein). Der magische Aspekt stand damals der Zeit entsprechend auch wesentlich deutlicher im Vordergrund. Auch wenn sich Namen (möglicherweise mit ihren Aufgaben) über die Jahrhunderte und Jahrtausende wandelten, im spirituellen Kontext hat sich der Kult um die Engel erhalten und sie erfahren seit einigen Jahrzehnten wieder einen regelrechten Boom, wenn man sich die Buchregale, Räucherwaren, Talismane und anderen Artikel ansieht, die mit den Erzengeln in Zusammenhang gebracht werden.

Michael als Begleiter des Menschen gilt als eine der festen Instanzen durch alle Zeitalter der Menschheitsgeschichte hindurch und die Menschen aller Epochen haben ihn in ihre Zeit mit eingebunden, was ihn zu einem Wissensträger und Bewahrer der menschlichen Entwicklung macht, der eine wertvolle Informations- und Inspirationsquelle für uns „Heutige“ darstellen kann.

In jedem Fall hat er in all den Äonen die manchmal vermutlich recht undankbare Aufgabe übernommen, den Menschen auf seinem Weg in der materiellen Welt und durch alle Zeitalter hindurch zu begleiten. Er ist der Schutzpatron der Kämpfenden – und der Mensch ist nun mal auf seinen mal mehr oder weniger einfachen Pfaden des Lebens ein Kämpfer, der jeden Tag auf das Neue in die Herausforderung (den Kampf des Lebens) zieht und sich immer wieder neuen Aufgaben stellt, um das Gute (Lebensfreude) zu meistern und das Schlechte (Lebensmüdigkeit, Verzweiflung) zu bezwingen.

Tag der Abrechnung – des Gerichts – des Mutes – der Entschlossenheit - der Kraft

Der Michaelistag oder der Tag der Erzengel, ist der Tag im Jahr, der bis vor relativ kurzer Zeit noch als Zahltag für die Pächter und Kreditnehmer gefürchtet war. Andererseits steht die Zeitqualität gleichzeitig für Mut, Kraft und Entschlossenheit, seine Interessen für den nächsten Zeitabschnitt durchzusetzen. Dieser Tag kann deshalb gut im Zeichen des Mut- und Krafttankens stehen. Denn Mut, Kraft und Ausdauer benötigen wir z. B., um die anstehende kalte und dunkle Jahreszeit zu überstehen. Auch wenn wir heute nicht mehr mit den Widrigkeiten unser Vorfahren zu kämpfen haben, sind wir dennoch täglich mit z. T. neuen Herausforderungen konfrontiert, der eine mehr, ein anderer weniger.

Und aufgrund unserer persönlichen Herausforderungen und täglichen Alltagsscharmützel im Großen und Kleinen können wir diesen Tag dafür nutzen, uns mit der „Kraftquelle Michael“ (analog weist dieser auch Entsprechungen des ägyptischen Weisheitsgottes Toth oder dem Seelenwäger Anubis auf).

Nun mag vielleicht jemand fragen, wieso man sich ausgerechnet an diesem und nicht an einem anderen Tag mit den Engeln verbinden können sollte. Hier bleibt zu erwähnen, dass es bei der Handhabung kein Dogma gibt, im kultisch-magischen Sinn macht es jedoch Sinn, sofern man es sowieso vorhat, sich gleich an die entsprechende Tagesenergie anzuschließen, weil diese sowieso schon im Zeichen dieser Kräfte steht. Es fällt also i. d. R. leichter, sich einer eh schon bestehenden Gemeinschaft im Gedenken, im Gebet oder in Form eines persönlich gestalteten Rituals anzuschließen. Ein Samhain-Ritual wird man in der Regel auch an Samhain durchführen und weniger zu Ostara oder ein Erntedank-Ritual zum Erntedank. Andererseits spricht auch nichts gegen die Tatsache, dass einem auch während des Jahres eine reiche „Ernte“ beschert wird, was selbstverständlich auch ein „Erntedank“-Ritual z. B. im Januar zur Folge haben kann.

Möglich sind hier natürlich auch alle Formen einer hierarchisch strukturierten Ordens-Ritualistik unter Einbeziehung der astrologischen, ritualmagischen, geomantischen oder sonst wie gearteten Aspekte, aber das bleibe an dieser Stelle jedem selbst überlassen.

Der „Mutproben“-Tag

Der Michaelistag und seine Qualität können wir wieder aktiver beleben, wenn wir uns die Qualität und die Möglichkeiten zur Umsetzung in einigen Beispielen vor Augen führen:

Michael ist die Personifikation der Standhaftigkeit, er weicht nicht zurück, selbst wenn er fürchtet – wie er es tat - er könne dem Drachen unterliegen. Er lehrt uns daher, dass Streit und Auseinandersetzung zum Leben gehören, und dass man auf seinem Weg immer wieder an Scheitelpunkte kommt, an denen man um seiner selbst Willen zu seinen Überzeugungen stehen muss.

Der 29. September ist daher ein guter Tag, um uns mit der Kraftquelle Michael zu verbinden und eine persönliche MUT-Probe zu begehen. Mutproben klingen zunächst einmal seltsam. Nach Abenteuerspielplatz, Kindheit, Ferienlager, die viel zu steile Rutsche oder der viel zu hohe Sprungturm. Und man denkt zunächst einmal an die Zeit zurück, wann man seine letzte Mutprobe bestanden hat. Und wie es war, als man sich nicht traute.

Jedoch scheint es nur so als lägen diese Erinnerungen fast ausschließlich in der Kindheit begraben. Denn tatsächlich haben wir es in unserem stressigen Alltagsleben ständig mit irgendwelchen Mutproben zu tun. Wir erkennen sie nur nicht als solche.

Die Mutprobe, die Wahrheit zu sagen, auch wenn eine Lüge bequemer wäre.

Die Mutprobe, einen Neuanfang zu wagen, weil sich das alte Leben überholt hat.

Die Mutprobe, einen lieben Angehörigen im Krankheits- und Sterbeprozess zu begleiten.

Die Mutprobe, für seine Überzeugungen/seinen Glauben einzustehen… usw.


Wir können uns also einen ruhigen Raum schaffen, etwas Räucherwerk und eine rote Kerze anzünden (die Farbe Rot wird u. a. mit Michael in Verbindung gebracht, allerdings spielt die Kerzenfarbe eine tatsächlich untergeordnete Rolle, es wird genauso gut mit einer weißen Kerze funktionieren, wichtig ist dabei das persönliche Empfinden) und z. B. über die Rolle der Engel im Bezug auf den Menschen meditieren. Gern kann auch der persönliche Schutzengel oder andere Erzengel mit einbezogen werden.

Nun können wir im Geiste die Situationen durchgehen, in denen wir im Leben schon über uns hinausgewachsen sind. Wo haben wir uns mal etwas getraut und waren danach stolz auf das Erreichte? Wo hätten wir gern mehr Mut und Kraft gehabt, unsere Überzeugungen und Ideen, unsere Lebenskonzepte und Bedürfnisse anzusprechen und umzusetzen, z. B. bei der Wahl des Berufs.

Wo haben wir möglicherweise Unklarheiten in Partnerschaften? Unausgesprochene Dinge, die schon längst einer Klärung bedürfen. Aber bei denen wir bisher nicht den Mut aufbringen konnten, sie dem Partner, dem Kind, dem Chef oder den Eltern mitzuteilen.

Wo haben wir resigniert? Vielleicht bei der Arbeitssuche. Du hast 300 Bewerbungen geschrieben und bisher keine wirkliche Zusage sondern nur Absagen und Vertröstungen erhalten? Der Mut hat Dich verlassen und Du hast keine Kraft mehr, weil Du diesen Weg sinnlos findest.

Haben wir den Kontakt zu jemandem abgebrochen, den wir heute schmerzlich vermissen? Wir haben nicht den Mut, den ersten Schritt zur Versöhnung zu gehen.

Oder sind wir unzufrieden mit einer momentanen Situation (z. B. Arbeitsstelle, Wohnung), und haben nicht den Mut, neue Wege zu gehen, auch wenn diese noch scheinbar im Dunklen liegen.

Oder vielleicht sind es ganz banale und harmlos erscheinende Dinge, die vielleicht eine Mutprobe erfordern. Zum Beispiel die Angst vor Dunkelheit, Spinnen oder einem Spaziergang in der freien Natur wenn es dunkel wird.

Oder die Angst vor dem Versagen (Prüfungsangst), die Angst vor dem Leben generell.

Die Angst vor dem Alleinsein und die sich selbst auferlegte Mutprobe, mal ein Wochenende ganz allein ans Meer zu fahren, allein im Hotel frühstücken und sich selbst in der Zeit ein guter Freund zu sein.

Wir suchen uns eine Mutprobe aus, die wir erfüllen wollen, besiegeln diese Absicht mit den Engeln als Zeugen des Rituals, bitten sie (und/oder Michael) um Unterstützung, Kraft, Mut und Durchsetzungskraft und verbinden uns bewusst mit den Eigenschaften, die wir in uns verstärken wollen. Das, was uns hindert, mutig, kraftvoll, entschlossen und durchsetzungsfähig zu sein, wird mit Bitte um Verwandlung (auch: Transformation) in die Hände der Engel abgegeben.

Danach planen wir die Durchführung der Mutprobe, setzen diese an einen bestimmten Tag fest (wenn es nicht sofort zu erledigen ist, wie z. B. der einsame Spaziergang durch den angrenzenden Wald am helllichten Tag und für die ganz Mutigen bei Beginn der Dunkelheit) schätzen ihren „Wert“ in Form der zu erwartenden „Belohnung“ an uns selbst und führen sie durch. Merke: Hierbei sind die eigenen Grenzen natürlich zu respektieren und darauf zu achten, dass sich keiner Gefahr ausgesetzt wird. Es geht lediglich um Anregungen, sich für eine bewusste Veränderung eines wiederkehrenden Musters zu entscheiden und diese dann konsequent aufzugreifen.

Auf den erfolgreichen Abschluss der Mutprobe steht die Belohnung. Dass, was wir uns selbst oder innerhalb einer Gruppe an uns selbst gerichtet als Belohnung zugesagt haben, wird möglichst umgehend erfüllt.

Ich wünsche allerorts einen „interreligiösen“, toleranten und segensreichen
Engel-Gedenk- und -Danktag.

 


Copyright © Anthera
 




Sonntag, 30. Januar 2011

~ Der menschliche Wille und die Zauberkraft der Geister ~

 
Autor: Aristophanes
 


Im Folgenden ein kurz gefasster Anschnitt über den heiligen Bund von Menschen und Geistern:

Dort, wo der Engel [Geist] den Menschen berührt und dort, wo der Mensch seinen Willen bekundet, werden nach mystischem Grundsatz andere Wirklichkeiten erschaffen.

In allen heiligen Traditionen ist der Bund zwischen den Menschenkindern und den Wesen des Himmels verbürgt. Dieser tritt im mystisch-zauberischen Weltbild anschaulich zutage.

Für das Hereinwirken jener Geist-Kräfte, die sich aus den höchsten Himmeln in die niedrigsten Welten herab gießen, ist neben der Imagination des Menschen auch sein Wille von zentraler Bedeutung.

Aus diesem Grunde hört und liest man auch allenthalben, ein Kampf sei vor langer Zeit entbrannt, zwischen guten und bösen Mächten, die sich um die Herrschaft im Himmel sowie auf Erden widerstreiten. Sich den Menschen als Bundgenossen zur Seite ziehend – denn der Mensch sei der Schlüssel zur irdischen Welt, sowie die Geister oder Engel der Schlüssel zur nichtirdischen Welt seien. Denn an ihn, dem Menschensohne, ist nicht zuletzt die ‚Bewirtschaftung’ der irdischen Welt übergeben worden.

Das Zitat „Des Menschen Wille sei sein Himmelreich“ illustriert, dass er nicht ablassen soll von der Schulung seines Willens. Um seiner selbst und um des Himmels Willen. Er ist ohne die Mächte des Himmels auf sich allein gestellt. Es sei denn, er wird sich der Präsenz übernatürlicher Geisterheerscharen bewusst, die dem Menschen behilflich sind und mit ihm den Bund erneuern und aufrechterhalten. Ein willenloser Mensch ist ohnmächtig. Sein überlebenswichtiges Werkzeug versinkt bis auf den Grund eines dunklen Ozeans: Und er getraut sich nicht hinunter zu steigen, da ihn die Dunkelheit und Kälte des schwarzen Wassers zu verschlingen droht.

Die menschliche Furcht, jene Schwelle, den Grenzstein zu übertreten und zum Halbbürger der andersgearteten Welt zu werden, liegt in der natürlichen Furcht vor dem Verirren begründet. Eine starke [intakte] Persönlichkeit ist notwendig, um in die Lage zu kommen, zum unberechenbar erscheinenden Wesen seines Willens vorzudringen. Und auf der Reise durch die Schichten des Bewusstseins begegnen ihm immer wieder auch Schatten, Schemen und dunkle Landstriche. Während wir bei einer Zugfahrt durch unbekanntes Gebiet jedoch auch nicht aus lauter Furcht mitten auf der Strecke aussteigen, bevor wir überhaupt am Ziel angekommen sind, nur weil die Landschaft uns karg, düster und fremd dünkt.

Sollte er nun vorzeitig seine Reise beenden und mitten auf der Strecke aussteigen, wird er voraussichtlich niemals erfahren, dass irgendwann einmal auf die karge und öde Landschaft auch wieder ein sonnendurchflutetes Paradies folgen wird. Schicksalsbehaftet all jene, die darauf ihre voreiligen Schlüsse für den Rest ihres Lebens ziehen: Eine Reise lohne sich nicht, da sogleich auf die bekannte [sichtbare] Welt nur noch ein dunkles, bedrohliches Land ohne Sonnenschein folgt.

Doch wie auf ein irdisches Dunkeltal auch wieder eine freundliche Hochebene folgt, so ist das astrale Tal nicht Anfang und Ende der jenseitigen Welt. Der in der Willenskraft geschulte Magier ist ein Wanderer und damit Halbbürger der unsichtbaren Welt, welcher auf einem von ihm selbst schon lange zuvor ausgetretenen Pfad entlang schreitet. Für das sichtbare Auge unsichtbar und deswegen befremdlich für den beiläufigen Beobachter. Doch der Wanderer, der ihn geht, weiß um ein Ziel, denn irgendwann wird der Zug halten; und er steigt nicht früher aus, wenn sich kurzzeitig die Sicht verdunkelt.

Wendet sich der Mensch dem magischen Denken zu, schult er neben seiner Intuition auch seinen Willen. Der Wille wird wie ein Werkzeug durch stetiges Bearbeiten über die Zeit betrachtet zu einem wesentlichen Instrument. Die Bekundung des Willens weist ihn auf Grund seiner individuellen Eigenarten als einer bestimmten Gattung zugehörig aus und er zieht auf natürliche Weise hiermit jene Geistwesen heran, die ihm die entsprechende magische Kraft zukommen lassen oder die jene schon in ihm vorhandene Zauberkraft entzünden, welche als logische Folgerung den vorher bekundeten Willensakt auf die Reise durch die Formenwelten entsendet.

Die Charakterbildung durch eine stete Selbstveredlung steigert das charakterliche Niveau des Menschen. Es sind jene Anlagen, die dem Menschen scheinbar in die Wiege gelegt wurden, seine Talente und Neigungen, sein Sinn für Gerechtigkeit, Ideale, Werte, seine Integrität, welche sein wahrhaftiges Wesen offenbaren.

Das Wesen seines Charakters ist die Ernte seiner früheren Leben. So ist der Mensch in jedem Augenblick immer die Summe all seiner früheren Gedanken und früheren Handlungen. Das, was er heute ist, war er zu einem früheren Zeitpunkt bereits in seinen Gedanken. Und so wie er heute denkt, handelt er schon, wodurch sich mit dem heiligen Bündnis entsprechende Geister an ihn binden, die ihm in seiner Entwicklung behilflich sind.

Mit der Unterstützung unsichtbarer Helferkräfte werden dem Menschen vermeintliche Wunder möglich. Hier gilt es zu bemerken, dass Wunder uns nur wunderbar erscheinen, es sich jedoch dabei gleichwohl um Ereignisfolgen handelt, welche nicht in ihrem Zusammenhang geschaut werden können und aufgrund dieses Umstandes als mysteriös gelten.

Ein guter oder ein schlechter Charakter sind keine Zufälligkeiten, sondern immer eine natürlich erfolgte Notwendigkeit, welche sich nach den Wertigkeiten und vorherrschenden Qualitäten der jeweiligen menschlichen Natur richtet.

Der Habitus eines Menschen enthüllt dessen Bonität!


Wien, im Jänner 2011

 
 

Copyright © Aristophanes
 




Sonntag, 29. November 2009

~ Nicht ohne Deinen Willen! ~

Autor: Katharina Monesi


Die Magie in reinster Weise wurde uns vor einigen tausend Jahren „geschenkt“.

Die höchsten „Götter“ haben sich seither deshalb in die Haare gekriegt, weil die „Gefallenen“ ihren irdischen Partnerinnen nach und nach die Magie offenbarten. Natürlich war die Magie in einer Art und Weise schon vorhanden,
denn sie ist in uns.

Wie wird heute mit dem Erbe umgegangen?

Während sämtliche Menschen versuchen, nicht daran zu glauben, gibt es heute ebenfalls etliche Hobbymagier und natürlich auch die allbekannten Verbergungs- und Manipulationskünstler. Abgesehen von denen, welche die Magie dazu verstehen, wieder zum Ursprung des Seins zu gelangen, wird leider zu oft mit allen Energien einfach so „rumgefuchtelt“.

Warum ich das so schreibe, ist, weil Banne, Verbannungen, Flüche und andere Ritualzauber durch die Gegend geworfen werden, ohne die Konsequenzen nur annähernd zu betrachten. Es ist überhaupt nicht damit zu spaßen… spätestens dann, wenn durch „Silvesterspäße“ Anhaftungen übelster Art hängen bleiben.

Durch das Internet hindurch wird hier und da über Banne gesprochen, als ob es das Selbstverständlichste sei, selbst unter solchen, welche sich eigentlich schon Jahre mit Magie beschäftigen.

Selbst Schutzzauber sind Manipulationen, die den „Schützling“ eher hemmen, als schützen können.

Für mich habe ich schnell gelernt, und so bin ich sofort nach einer Erfahrung eines Schutzzaubers übergegangen, nur noch dann zu handeln, wenn es der Wille des Wesens ist, dass ich für diesen so handle. Selbst bei einer Bewusstlosigkeit kann es um Erlaubnis gefragt werden, denn die feinstoffliche Ebene bleibt meist noch erhalten. Manchmal passiert es, dass gar nicht die Seele des dazugehörigen Körpers vorzufinden ist und da ist es dann schwieriger, an den wahren Empfänger zu gelangen.

Ja, selbst das habe ich auf meiner Reise gelernt: Es kann auf der Energieebene einiges „geklaut“ werden, seien es Seelenanteile, Herzanteile, etc. und letztendlich ist es auch schon oft passiert, dass eine Hülle übrig blieb, die nur noch fremdbesetzt durch die 3 D – Ebene wandelt.

Zur Beruhigung: Ich habe das auch nie geglaubt. Offen war ich für alles und was andere schrieben, war nicht für mich verständlich. Doch nun weiß ich durch eigene Erfahrungen, an meinem Körper, meiner Seele und meines Geistes, wie schnell ein Hineinstolpern möglich ist. Trotzdem diente es zur Erweiterung meines Seins… ich lernte die „Magie“ in erster Linie durch das Wehren, dann durch mich und natürlich durch diejenigen, die mir halfen, mich erfolgreich wehren zu können.

Inzwischen hat mir das alles gezeigt, immer bewusster mit mir und den verschiedenen dimensionalen Ebenen umzugehen. Es gibt noch viel zu lernen, denn in erster Linie möchte ich den Mitwesen den Umgang mit mir erleichtern.

Wenn ich also mit Energien umgehe, dann immer behutsamer.

Bei allen „Gebeten“ binde ich immer ein:

„Wenn es der Wille der/des Person/Wesens ist,
dass ich in dieser oder jenen Form eingreife,
dann erst tue ich es.“

Erst letztens war ich in der Wohnung meiner Freundin und fühlte, dass eine Seele herumirrte. Nach ein paar Fragen, stellte ich fest, dass sie in dieser Wohnung fest gehangen hat, weil sie sich nicht traute, den Weg „nach Hause“ anzutreten (Selbstmord). Ich fing folgendermaßen an zu fragen:

„Darf ich Informationen über diese Seele erhalten? Ist es der Wille der Seele, dass ich die Informationen über sie erhalte?“ Nach kurzer Zeit wusste ich, ich sollte ihr den Weg nach Hause weisen. Und so fragte ich die Seele, ob es ihr Wille sei. Sie wollte… und so bat ich meine Engel mich dabei zu unterstützen, ihr den Weg nach Hause zu zeigen.

So nahm ich ihr die Angst und die Seele ging heim.

Als die Seele „zuhause“ ankam, fühlte ich die Energie ihrer Freude.

Ja, das sind die schönen Erfahrungen!


Copyright © Anthera-Verlag / Katharina-Monesi@web.de



Sonntag, 15. November 2009

~ Das Golem-Prinzip - Teil 2 ~

~ Die metaphysische Wirk-Ebene des Golem-Prinzips ~



Autor: Anthera

Das magische Weltbild nimmt an, dass geistige und materielle Welt in ständiger Wechselwirkung zueinander stehen. Tatsächlich existierte zunächst alles, was Menschen jemals auf diesem Planeten geschaffen und hervorgebracht haben, als Gedanke. Der Gedanke auf der nicht sichtbaren Welt liefert also die Impulse für das Wirken in der sichtbaren Welt.

Die feinstoffliche Welt teilt sich in mehrere verschiedene Ebenen:

- Astralebene (Sitz der Gedanken- und Gestaltungskräfte unseres
physischen Lebens)
- Emotionalebene (Sitz des Charakters, der Gefühle und Emotionen)
- Mentalebene (Wirkstätte der Inspiration, Kreativität, Impulse, Ideen,
- Kausalebene (Spiritualität, Kommunikation mit dem höheren Selbst, mit Engeln,
Schutzgeistern, Göttern, Wirkebene der Okkultisten, Magier, Schamanen und
anderen “Energiearbeitern”).

Die Ebene, auf der der magische Golem wirkt, lässt sich am besten als Kausal- oder Ursachenebene beschreiben und bedeutet, dass man hierfür die jenseitigen Bereiche (oder Ebenen) des Diesseits und die diesseitigen Bereiche des Jenseits betritt. Man sucht also auch hier nach dem kleinen gemeinsamen Nenner der beteiligten Welten oder das Ying und Yang, das die sichtbare Welt mit der unsichtbaren und die unsichtbare Welt mit der sichtbaren verbindet.

Auf dieser Ebene wirken z. B. Fürbitten, Gebete, die Kommunikation mit Engeln, Geistwesen, Göttern und Verstorbenen, aber auch ganz konkret die Manifestationen geschulter Okkultisten (das Wort Okkultist ist übrigens ein wertfreies, es ist vielmehr nur in unserem Sprachgebrauch negativ belegt, weil er eben, wie der weise Merire mehr wusste als andere und den anderen das Wissen dadurch „verborgen (=occult)“ schien. Es kann hilfreich sein, den Schleier zu lüften und selbst zum Eingeweihten der okkulten Mysterien zu werden).

Um einen Gedanken aus der unsichtbaren in die Realität der sichtbaren Welt „herüber zu ziehen“, kann sich der Mensch auf geistiger Ebene einen Stellvertreter oder Angestellten erschaffen, den er bei Bedarf mit einem bestimmten Programm (Auftrag) aktiviert, d.h. der Magier erspart sich z. B. durch den auf der Mental-Ebene bereits vorhandenen Psychogon (auch: Egregor) lange und oft aufwendige Rituale, er kann den Egregor nämlich an jedem Ort und zu jeder Zeit aktivieren. Oder er setzt dann einen Golem ein, wenn er selbst gerade an einem anderen Projekt arbeitet und keine Zeit aufbringen kann.

Die Golems oder Egregoren (auch Psychogone genannt) sind also Gedankenformen, die aus ihrem Schöpfer „herausfließen“ und durch das Einhauchen seiner Vitalkraft (z. B. durch den Atem) eine eigenständige Wesensform bilden. Die Wirkebene der Gedanken okkult-unbedarfter Menschen ist normalerweise die Astralebene. Okkultisten bzw. Magier, Schamanen u. a. haben ihren Geist dahingehend geschult, dass sie gezielt Egregorene auf der Kausalebene (Die Ursachenebene des bewussten Erschaffens) entstehen und dort als Einflussebene für die materielle Welt wirken lassen können.

Der in die körperliche Welt entsendete Golem

Die herausragende Besonderheit der Golem-Legenden besteht in der Erweckung des Lebens, ich nenne es im magischen Kontext auch „Ermächtigung“. Die Schöpfer haben in allen Kulturen nicht nur Abbilder ihrer Gedanken geschaffen und ihnen Leben eingehaucht, die Geschöpfe waren offenbar allesamt mit den Merkmalen „organischen Lebens“ ausgestattet.

Wenn man den Berichten jedoch aufmerksam folgt, dann waren der Prager Golem und auch der ägyptische aus dem Papyrus Vandier für den nicht-okkulten Menschen unsichtbar, allenfalls als „Phantom“ oder Schatten wahrnehmbar. Rabbi Löw verwendete ein Amulett bzw. ein Sigil, welches seinen Golem für die Menschen unsichtbar machte. In der ägyptischen Version spricht der Golem sogar zu den Widersachern Merires, woraufhin diese wahnsinnig vor Angst wurden, denn sie konnten ihn zwar hören, aber nicht sehen…

Was diese Wesenheiten für uns so unberechenbar (weil unbegreiflich) macht, ist die Existenz auf einer Ebene, zu der der Mensch nicht ohne weiteres Zugang zu haben scheint. Die Mystiker und Okkultisten lehren uns hingegen, dass es möglich ist, diese Ebenen bewusst zu betreten und durch diese unsere Wirklichkeit zu formen.

Der Golem steigt aus der geistigen Welt mittels der Vorstellungskraft und der Ermächtigung seines Schöpfers in die materielle Welt und führt dort seinen Auftrag aus. Denn wie auch ihm, so ist jedem Gegenstand und jedem Lebewesen, das wir wahrnehmen können, bereits ein Gedankenimpuls in der geistigen Welt vorausgegangen.

Wenn wir den Golem fürchten, dann fürchten wir vielleicht „nur“ die Macht oder Ohnmacht unserer eigenen Gedanken. Vielleicht gefallen wir uns ja doch ganz gut in der Rolle derjenigen, deren Gedanken zwar frei erscheinen, aber im Bezug auf unser ganz reales Leben im Großen und Ganzen – Gottlob – so gnädig unwirksam sind. Wir können ganze Höllenszenarien in unseren Köpfen durchspielen – und nichts wird sich je realisieren. So scheint es. Und wenn sich etwas realisiert, dann nennen wir es Zufall und bringen es nicht mit dem in Verbindung, was wir (oder andere) für uns erschaffen haben.

Vielleicht ist es aber auch die Angst vor dem Verlust dieser gedanklichen Freiheit, die uns schlagartig nicht mehr gegeben wäre, wenn sich all unsere Gedanken augenblicklich mit aller klar umrissenen Schärfe, Nacktheit und in vollster Konsequenz für uns materiell greifbar realisieren würden. So liegen die Geheimnisse der Erzeugung von Realität weitestgehend im Verborgenen (okkulten), die Heimat des Unter- und Überbewusstseins . Und dort schlummern sie, bis sich jemand daran erinnert, sie zu erwecken.

Achtsamkeit ist das Stichwort nicht nur für unsere Generation. Der unbedingte Wille und die Fähigkeit zur Verantwortungsbereitschaft. Dann ist der Golem nicht länger Spuk einer okkulten Epoche im Europa der Geisterseher, Propheten, Auguren und Alchemisten, sondern beinhaltet ein Potential, das einem jeden grundsätzlich zur Verfügung steht, der Willens und fähig ist, sich in einem oft nicht einfachen Prozess seinem eigentlichen Wesenskern (das „Leben“ erschafft) zu nähern.

Anthera, im November 2009

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Donnerstag, 24. September 2009

~ Rückholung von Eigentum ~

 

Autor: Anthera

Rückholung von entwendetem Eigentum

Noch vor 100 Jahren fand man diesen Brauch häufiger, in einigen ländlichen Gegenden hat er sich sogar als zumindest erzähltes Volksgut bis in die heutige Zeit erhalten: Die Rückholung von entwendetem Eigentum. In anderen Kulturen jenseits der Wegwerf- und Abschreibungsgesellschaften wird sie wie selbstverständlich weiter gepflegt.

Heute wird diese im Grunde zeitlose Technik – wenn sie überhaupt jemand thematisiert – in den modernen Metropolen und im hoch aufgeklärten Zeitalter gern belächelt und daher mitunter häufig nur noch im Verborgenen praktiziert. Sie gilt weithin als angestaubt, verklärt, und für manche über-modernen Menschen sogar als ein Relikt einer ehemals ohnmächtigen Gesellschaft, die sich nicht anders zu helfen wusste. Denn die Polizei war noch lange nicht überall und zu jeder Zeit nah, um (Ab-)Hilfe leisten zu können. Allerdings kennt jeder auch die Kehrseite der Schadens-Medaille: Diebstähle haben in den letzten Jahrzehnten rasant zugenommen, die Polizei ist restlos überfordert und kommt über die Aufnahme einer Schadensmeldung in der Regel nicht hinaus, wenn nicht gelegentlich der „Zufall“ mitspielt.

Aber warum sollte man dem „Zufall“ nicht zu bestimmten Zeiten oder unter gewissen Bedingungen auf die Sprünge helfen können? Nichts anderes wurde damals versucht. Und führte soger zum gewünschten Erfolg. In volkskundlichen Werken oder in Heimatmuseen findet man gelegentlich noch das eine oder andere erhaltene „Rezept“. Adaptiert in die heutige Zeit ergibt sich folgendes Bild:

Sicherlich hat irgendwann einmal jeder Mensch eine (oder sogar mehrere) Situation erlebt, in der ihm etwas entwendet wurde. Ein Fahrrad, die Geldbörse mit allen Karten und Papieren, die Handtasche, eine Armbanduhr, ein Schmuckstück usw. Wenn man den Verlust bemerkt, ist der Verursacher (der Dieb) in der Regel schon über alle Berge und man wird seitens der Polizei, der Freunde und Familie angehalten, das entwendete Eigentum abzuschreiben. An manchen Gegenständen (besonders dann, wenn es ein fahrbarer Untersatz ist) hängt man schließlich sehr und es fällt auch niemandem leicht, sofort das vielleicht nicht mehr so neue Fahrrad abzuschreiben, nur weil in Berlin am Tag 100 Fahrräder gestohlen werden, von denen die meisten natürlich nie wieder den Weg zu ihren einstigen Besitzern nehmen.

Bei der Suche nach alt überlieferten Zauberpraktiken – immer im Sinne der Re-Integration in die heutige Zeit – bin ich vor Jahren u. a. auf die Beschwörung von Diebesgut gestoßen, die schon in der Antike bekannt war.

Ist also etwas gestohlen worden, gibt es aus magischer Sicht mehrere Möglichkeiten, die man anwenden kann, um sein Eigentum zurückzubekommen. Die hier aufgezeigten 3 Möglichkeiten sind nur ein paar Beispiele. Sie werden in der Regel einzeln und je nach persönlichem Geschmack angewandt, es ist aber in der Magie nicht grundsätzlich falsch, einige Systeme miteinander zu kombinieren (dazu braucht es allerdings ein bißchen Übung und Erfahrung, nicht alles lässt sich wahllos miteinander kombinieren und kann sich unter Umständen innerhalb einer magischen Handlung sogar aufheben oder umkehren).

Folgende Möglichkeiten werden hier näher erläutert:

1. Das Eigentum zu sich zurück „rufen“
Das, was wir besitzen, ist durch sogenannte Schattenfäden mit uns verbunden. Das, was uns lange begleitet, trägt sogar unsere ganz besondere Prägung. Ein Lieblingsschmuckstück der Oma enthält daher ihre ganz eigene, persönliche Note. Je länger wir etwas besitzen und am Körper tragen, desto mehr prägen wir es. Wenn uns etwas durch einen Diebstahl entrissen wird, sind wir über unsere Schattenfäden immer noch mit dem Gegenstand verbunden. Die Stärke der Fäden richtet sich nach der Intensität, mit welcher wir an einem Stück hängen. Was uns „lieb und teuer ist“ muss bekanntlich nicht immer wirklich teuer sein, trotzdem hängen wir dran wie an einem persönlichen Schatz. Gegenstände, mit denen wir starke Emotionen verbinden, besitzen bei einem Verlust in der Regel mehr Eigendynamik als Dinge, die wir kaum beachtet haben und deren Verlust uns daher auch nicht sonderlich schmerzt.

In der Praxis kann das Zurückrufen zum Beispiel so aussehen:

Verbinde Dich in einem Ritual mit Deinem Gegenstand, stelle Dir diesen Gegenstand so intensiv vor wie möglich. Berühre die Stelle, an welcher der Gegenstand lag oder an der Du ihn getragen hast (z. B. eine Uhr, ein Schmuckstück etc.). Rufe den Gegenstand, stelle die Verbindung über die Schattenfäden her und beschwöre ihn inständig, zu Dir zurück zu kehren.

Du kannst bei der Gelegenheit übrigens auch einmal schauen, ob Du eine Ahnung davon kriegst, wo sich Dein gestohlener Gegenstand möglicherweise befindet. Er ist ja – wie oben beschrieben – durch Schattenfäden an Dich gebunden, an denen Du Dich entlang hangeln kannst. Im besten Fall bekommst Du einen Impuls (am Anfang noch recht schwach, aber mit ein bißchen Übung lässt sich die Intensität dieser Impulse steigern), ob sich der Gegenstand noch im Besitz des Entwenders befindet, ob er ihn bei sich trägt, ob er irgendwo in einer Kiste oder Schublade liegt, ob er versteckt, vergraben oder versenkt wurde oder offen getragen wird. Manchmal besteht dort nämlich noch die Möglichkeit des direkten Eingreifens Deinerseits (indem Du Deine Aufmerksamkeit z. B. darauf richtest, daß jemand im Umfeld des Verursachers mißtrauisch wird, z. B. wenn er versucht, Deine Uhr an jemanden zu verkaufen oder zu verschenken. Oder daß z. B. die Freundin oder Mutter des Diebes auf die „neue“ Uhr aufmerksam wird, nachfragt und ihn somit zumindest für eine kurze Zeit aus dem Konzept reißt.

Auch wäre es möglich, sich hier einmal die Schattenfäden anzuschauen, die jeder hinterlässt, der einen Gegenstand berührt (und damit eine Absicht verbindet – wie hier). Er hat sich schließlich unbefugterweise mit Deinem Gegenstand verbunden. Über Deine Verbindung zu Deiner Uhr könntest Du – bei entsprechender Übung – also auch ein paar Hinweise auf den Entwender bekommen. Diese Methode ist in der Tat nicht so ganz einfach und bedarf einer Schärfung der Intuition, d. h. je öfter Du die Psychometrie auch zu anderen Anlässen spielerisch probierst, umso besser wird Dein Gespür, wenn Du diese Schattenfäden „abtastest“. Beginne vielleicht mit der „Schau“, ob der Dieb aus Deinem Umfeld stammt oder nicht. Stammt er aus Deinem Umfeld, so kannst Du das u. U. an den Emotionen und Gedankenmustern erkennen, die nun zusätzlich an Deiner Uhr haften. Das wäre z. B. die Angst vor der Entdeckung, das schlechte Gewissen, möglicherweise ein Gefühl von „Denkzettel“ Dir gegenüber, Neid oder ähnliches. Die Gedanken haften an der Ursache, also der Uhr, und mit dieser bist Du nach wie vor verbunden.

Ist allerdings eine längere Frist verstrichen, so solltest Du die Uhr aber dennoch abhaken, denn es wäre immerhin gut möglich, dass sie sich irgendwann nicht mehr im Besitz des Diebes befindet oder nicht mehr zu Dir zurückfinden kann, weil sie nicht mit Dir in Verbindung gebracht werden kann oder einfach unwiederbringlich verloren ist (weil sie vielleicht inzwischen in einen See geworfen wurde). Opfere sie nachträglich als Geschenk an die Götter.

2. Belege den Verursacher (Dieb) mit einer Bannung

Die Bannung bedeutet hier in der Regel das Besprechen oder Beschwören. In alten Büchern liest man häufig von einem Hühnerei, das über einem offenen Feuer oder in heißem Wasserdampf erhitzt wird. Dabei wird analog visualisiert und aufgesagt, daß ab diesem Moment auch der Verursacher mit Hitze dazu gebracht wird, den gestohlenen Gegenstand (z. B. das Fahrrad) zumindest an den Ursprungsort zurück zu bringen. Eine weitere Möglichkeit des Besprechens unter Zugabe von Feuer oder Hitze könnte ein alter Kohlenofen, ein offenes Feuer oder ein Kamin sein, in welchen unter Aufsagen der Bedingung (also die Aufforderung zur Herausgabe des Eigentums) hintereinander einige Holzscheite aufgelegt werden, die mit der Kraft der Elemente auf den Verursacher übergehen.

Solche Analogiezauber kann man nun 3mal oder 3 Tage am Stück wiederholen (nach Bedarf auch länger, die 3 bildet in der Magie keine festgeschriebene Einheit). Eine andere Möglichkeit zur Bannung wäre – wie weiter oben beschrieben – das Einfrieren. Damit wird der Verursacher in seiner weiteren Handlungsweise gelähmt, d. h. wird bewegungsunfähig. Ob bzw. in welchem Ausmaß dies mit körperlichen Beschwerden einhergeht, muss dem Universum überlassen bleiben. Wer hier Einschnitte vornimmt oder Wege „diktiert“, beschneidet sein eigenes Ziel. Denn die Wege, die zum Ziel führen sind vielfältig und sollten daher nach Möglichkeit nicht ausdrücklich vorgegeben werden.

3. Einbindung einer unsichtbaren Wesenheit

Das Geistermodell des Okkultismus speist sich aus der Essenz schamanischer Kulturen. Der Schamanismus ist die älteste Form spiritueller Arbeit in der Welt. Mit Geistern wurde zu jeder Zeit in jeder Kultur der Erde kommuniziert. Von den ersten Menschen bis in die heutige Zeit. Vieles ist dazu in den letzten Jahrtausenden festgehalten worden, wir kennen die Totenbücher großer Kulturen und schauen auf das schamanische Erbe der Menschheit zurück. In Sibirien, Afrika aber auch in Europa finden wir Spuren archaischer Schamanen-Kulte. Geister und Menschen scheinen also mindestens durch ihr gemeinsames Schicksal untrennbar miteinander verwebt zu sein.

Um entwendete (oder auch verlorene) Gegenstände zurück zu erhalten, kann der Mensch sich also jederzeit mit „unsichtbaren Helfern“ verbinden. Diese werden in einem Ritual in einem Raum (oder Kreis) gerufen, in welchem Du sie bitten kannst, Dein Eigentum zu Dir zurück zu bringen. Um Deine Willensbekundung abzugeben, sollte eine Opfergabe als Pfand erfolgen.

Diese Wesenheit kann natürlich ein Engel, Gott, ein Naturgeist etc. sein. Wenn der gestohlene Gegenstand von einem Ahnen stammt, dann kann man natürlich auch diesen zu Rate ziehen und ihn bitten, aus geistiger Ebene dafür zu sorgen, dass das Erbstück wieder zu Dir zurück findet, Solche Delikte haben nicht selten einen interessanten Ausgang und finden ihre Besitzer offenbar „leichter“ wieder als anderes Eigentum.

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