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Sonntag, 29. November 2009

~ Nicht ohne Deinen Willen! ~

Autor: Katharina Monesi


Die Magie in reinster Weise wurde uns vor einigen tausend Jahren „geschenkt“.

Die höchsten „Götter“ haben sich seither deshalb in die Haare gekriegt, weil die „Gefallenen“ ihren irdischen Partnerinnen nach und nach die Magie offenbarten. Natürlich war die Magie in einer Art und Weise schon vorhanden,
denn sie ist in uns.

Wie wird heute mit dem Erbe umgegangen?

Während sämtliche Menschen versuchen, nicht daran zu glauben, gibt es heute ebenfalls etliche Hobbymagier und natürlich auch die allbekannten Verbergungs- und Manipulationskünstler. Abgesehen von denen, welche die Magie dazu verstehen, wieder zum Ursprung des Seins zu gelangen, wird leider zu oft mit allen Energien einfach so „rumgefuchtelt“.

Warum ich das so schreibe, ist, weil Banne, Verbannungen, Flüche und andere Ritualzauber durch die Gegend geworfen werden, ohne die Konsequenzen nur annähernd zu betrachten. Es ist überhaupt nicht damit zu spaßen… spätestens dann, wenn durch „Silvesterspäße“ Anhaftungen übelster Art hängen bleiben.

Durch das Internet hindurch wird hier und da über Banne gesprochen, als ob es das Selbstverständlichste sei, selbst unter solchen, welche sich eigentlich schon Jahre mit Magie beschäftigen.

Selbst Schutzzauber sind Manipulationen, die den „Schützling“ eher hemmen, als schützen können.

Für mich habe ich schnell gelernt, und so bin ich sofort nach einer Erfahrung eines Schutzzaubers übergegangen, nur noch dann zu handeln, wenn es der Wille des Wesens ist, dass ich für diesen so handle. Selbst bei einer Bewusstlosigkeit kann es um Erlaubnis gefragt werden, denn die feinstoffliche Ebene bleibt meist noch erhalten. Manchmal passiert es, dass gar nicht die Seele des dazugehörigen Körpers vorzufinden ist und da ist es dann schwieriger, an den wahren Empfänger zu gelangen.

Ja, selbst das habe ich auf meiner Reise gelernt: Es kann auf der Energieebene einiges „geklaut“ werden, seien es Seelenanteile, Herzanteile, etc. und letztendlich ist es auch schon oft passiert, dass eine Hülle übrig blieb, die nur noch fremdbesetzt durch die 3 D – Ebene wandelt.

Zur Beruhigung: Ich habe das auch nie geglaubt. Offen war ich für alles und was andere schrieben, war nicht für mich verständlich. Doch nun weiß ich durch eigene Erfahrungen, an meinem Körper, meiner Seele und meines Geistes, wie schnell ein Hineinstolpern möglich ist. Trotzdem diente es zur Erweiterung meines Seins… ich lernte die „Magie“ in erster Linie durch das Wehren, dann durch mich und natürlich durch diejenigen, die mir halfen, mich erfolgreich wehren zu können.

Inzwischen hat mir das alles gezeigt, immer bewusster mit mir und den verschiedenen dimensionalen Ebenen umzugehen. Es gibt noch viel zu lernen, denn in erster Linie möchte ich den Mitwesen den Umgang mit mir erleichtern.

Wenn ich also mit Energien umgehe, dann immer behutsamer.

Bei allen „Gebeten“ binde ich immer ein:

„Wenn es der Wille der/des Person/Wesens ist,
dass ich in dieser oder jenen Form eingreife,
dann erst tue ich es.“

Erst letztens war ich in der Wohnung meiner Freundin und fühlte, dass eine Seele herumirrte. Nach ein paar Fragen, stellte ich fest, dass sie in dieser Wohnung fest gehangen hat, weil sie sich nicht traute, den Weg „nach Hause“ anzutreten (Selbstmord). Ich fing folgendermaßen an zu fragen:

„Darf ich Informationen über diese Seele erhalten? Ist es der Wille der Seele, dass ich die Informationen über sie erhalte?“ Nach kurzer Zeit wusste ich, ich sollte ihr den Weg nach Hause weisen. Und so fragte ich die Seele, ob es ihr Wille sei. Sie wollte… und so bat ich meine Engel mich dabei zu unterstützen, ihr den Weg nach Hause zu zeigen.

So nahm ich ihr die Angst und die Seele ging heim.

Als die Seele „zuhause“ ankam, fühlte ich die Energie ihrer Freude.

Ja, das sind die schönen Erfahrungen!


Copyright © Anthera-Verlag / Katharina-Monesi@web.de



Donnerstag, 27. August 2009

~ Über die Ego-Mörder ~

 

Autor: Aristophanes


Was liest man doch immer wieder in der so blumig-schönen, ratgebenden Esoterik-Kultur?

Das Ego, was wir lieb und teuer da hegen und pflegen ein Leben lang, hat sich zum Herr über uns erhoben und peinigt jene, die da egofrei und an sich selbst zuletzt denkend, für andere stets Gutes tun. Und in ihrer Güte lassen es diese nicht dabei bewenden, anzuprangern die da noch (oder wieder) Ego und Stolz in sich vereinen. Das Ego als Motor und den Stolz als Maßstab, damit man sich irgendwann einmal nicht dahinsiechend wiederfindet, völlig enthemmt, niedergerungen und degeneriert vom Schlachtfeld des letzten großen Krieges, indem es nicht um Leib um Leib, sondern Seele um Seele geht.

Wie Jahrmarktschreier sind sie aus dem Boden geschossen, all die guten und Recht schaffenden Erleuchter, die da zunächst nur das eigene Mitwirken als Pfand verlangen, das unermüdliche Sich-Einbringen in ihre Werte und in ihre Kreise, und die sich für gewöhnlich einen Weg über die Verletzungen der Seele in die Herzen der „wahrhaft Schauenden“ bahnen.
Bahnbrechend ist das egolose Konzept also. Und heilbringend. Vermeintlich. Denn es bleibt ihm nicht viel, wenn er sich für ein wildfremdes Ideal vergibt.

Wir lernen aus der Erleuchtungs-Kultur: Nur der egolose Mensch ist imstande, zu erkennen, zu welch kostbaren Taten er fähig wäre, würde er nicht länger in seinem, sondern allein im Sinne der Vielen handeln. Als erleuchteter Mensch hat er sich in Bezug auf seine eigenen Bedürfnisse und Wünsche zurückzunehmen und diese gar in den Hintergrund zu stellen, stets das Vorbild jener vor Augen, die so selbstlos Anweisungen erteilen, wie man ein solch egoloses Leben erreichen wird.

Tod dem Ego lautet scheinbar die Befreiungsformel unserer Zeit. Doch welcher Teil des allumfassenden Geistes ist es, der da laut den Tod des Egos fordert?

In Wahrheit kommt man nicht um die Erkenntnis herum, dass es das eigene Ego sein muss, das sich hier zum Allgott der Vielen erheben will, weil es keinen Nebenbuhler duldet und weil es sich maßlos und ohne eine irdische und überirdische Konkurrenz, über die Infizierung anderer zu vermehren sucht.

Das eigene Ego, Erhaltungsmotor unseres Lebens, liegt heute also häufig fehl interpretiert und geschunden innerhalb menschlicher Scherbenhaufen. Denn dort, wo sich die egolose Gruppe mit einem übergeordneten Ziel allzu oft als ein schwarzes Loch entpuppt, in das jeder über sein Ego-Ich, das den Wunsch hat, sich über andere zu erheben, hineingesogen und jedes Seelenlicht auf Dauer ausgelöscht wird, weil es keine Nahrung mehr bekommt, die die Lebensflamme erhält, kann nicht Licht, Liebe und Erleuchtung am Werk sein, sondern Dunkelheit, Tod und seelische Verarmung.

Tatsächlich ist es das Blendwerk eines Demiurgen, sich der Täuschung hinzugeben, das Ego wäre uns in unserer Entwicklung ein Hindernis und lenkte uns direkt in die Abgründe unserer Existenz.

Gepaart mit der Herausbildung unseres magischen (= absoluten) Willens, und in Übereinstimmung mit den edlen Tugenden und dem individuellen, ethischen Anspruch eines Kurators der okkulten Zunft ist uns das Ego, wenn wir es zu einem Instrument formen, das uns und der Erreichung unserer Ziele untertan ist, ein mächtiger Begleiter, um die Wirren der geistigen Lehren unterscheiden und uns von ihnen distanzieren zu können, bevor uns der Sog in das schwarze Loch noch weiter von unserer eigenen Entwicklung entfernt.

Oder haben Sie je einmal einen Gedanken daran verloren, wohin die Dynamik einer Gruppe Ihre Lebenskraft zieht? Wie kann ein derartiges Ziel im Interesse „der Menschheit“ aussehen? Ich habe das in den letzten 30 Jahren immer wieder gefragt und keine handfeste Antwort darauf erhalten. Zuviel sagt nichts aus.

Vielerorts hört man stattdessen schwammige Phrasen wie der Sinn von Weltfrieden.Wieso meint ein „egoloser“ Mensch, er wäre für den Weltfrieden verantwortlich? Für mich ist das Hochmut, geboren aus dem Ego, woraus ich zu schließen geneigt bin, dass sie dort, wo das Ego am meisten transformiert, negiert, verspottet und ins Nirvana aufgelöst werden will, Abgründe reinster Ego-Natur auftun. Schlimmer als je zuvor, denn wer will schon freiwillig sein Selbst zu Grabe tragen?

Ohne Ego gäbe es auch keine Selbstfindung mehr, denn das Ego ist Wegweiser zu uns selbst. Es ist jenes Medium, welches das Selbst im Außen verkörpert.

Wenn wir das Ego komplett ignorieren oder gar ausmerzen, dann kommt auch nichts mehr zu uns herauf, was unserem Ich-Bin entspricht. Mit Gewalt verstummt es zunächst, um sich im besten Fall irgendwann in einer Depression aus der Verbannung in uns zu befreien.

Ego, Selbst und Wille gehören zusammen und interagieren miteinander. Durch Achtsamkeit und Pflege können wir das Ego formen. Es wird uns dann nicht länger ängstigen oder beherrschen, sondern eine nützliche Hilfskraft werden, die unsere individuelle Ethik verteidigt und unsere persönlichen Vorstellungen von einer uns unmittelbar umgebenden, gerechten (Um)welt im Einklang mit unserer Selbstverwirklichung realisiert. Ein mächtiges Ego schützt uns vor mannigfacher Manipulation, vor Menschen mit niederen Absichten, es erkennt uns Wohlgesonnenes und sondert für uns negative Erfahrungen aus. Denn es ist neben dem „Ich will.“ Auch für das „Ich will nicht“ verantwortlich.

Um diesen Willen zu brechen und um die Seelen zu verwirren, damit sich der Mensch nach Möglichkeit immer an jemanden hält, der ihm in Sachen Ethik und Moral den Weg zeigen kann, wurde von höchster Stelle der Plan eingespeist, das menschliche Ego durch bestimmte spirituelle Strömungen zu vernichten.

Wenn Sie das nächste Mal an jemanden geraten, der Ihnen sagt, sie müssten erst einmal Ihr Ego transformieren, bitten Sie um eine genaue Stellungnahme, was an Ihrem Ego nicht konform ist. Drängen Sie weiterhin darauf, Ihr Ego nach Ihrem Ermessen jederzeit einbeziehen zu dürfen. Und überraschen Sie Ihr Gegenüber, indem Sie sich so verhalten, wie er es nicht erwartet: „Bitte, mein Ego ist mein hoch geschätzter Privatsekretär, der handelt ausschließlich in meinem Sinn.“


Wien, im August 2009.

Copyright © Anthera-Verlag / Aristophanes



Donnerstag, 30. Juli 2009

~ Von Geistern & Menschen ~

Autor: Anthera




- Wir werden uns verbünden müssen, um zu trotzen den Widerern.
Zum Fall der Masken gezwungen windet sich, was einst überragte den Menschen und ihre Geister. Erheben werdet Ihr Euch- oder in Eurer Mörder Öfen jammern.
- „Ein König, der mit Geistern sprach.“-
(per Diktat im August 2008)


Vor mehreren Jahren versprach ich einem uralten Seher in Vorarlberg (Österreich), an einem Tag in der Zukunft über „das kleine Volk“ zu schreiben. Dabei hatte ich damals überhaupt keine Vorstellung davon, in welchem Rahmen in dies tun würde. Und ich verließ den Alten einerseits nachdenklich, andererseits ein wenig ratlos, wusste ich doch nicht, ob ich das Versprechen überhaupt halten konnte. Aber ich schwor mir, es in Anbetracht dessen, was dieser Tag an dies- und jenseitigen Tönen offenbarte, in jedem Fall zu halten.

Ich saß also an jenem heißen Juli-Tag mit dem medialen Visionär auf der Bank vor seinem Haus, bei Erdbeeren und Erdbeerlikör. Ich suchte ihn ursprünglich auf, um mit ihm über Erzengel Gabriel zu sprechen. Einige seiner Kunstwerke, die ich einige Tage zuvor in einer Ausstellung sah, zeigten den Engel als einen offenbar wichtigen Teil in seinem Leben. Gabriel behandelten wir allerdings nur kurz, ich wüsste wahrscheinlich eh mehr über ihn als er, sagte der alte Mann und es wäre interessant zu sehen, dass ich ihm ähnlich sei, während er mich seltsam abwesend musterte, und mir war sofort, als hätte „unser“ Gabriel – der Engel der Offenbarung – an diesem Tag andere Pläne.

Denn das „kleine Volk“, wie der weise Alte die Naturgeister nannte, war an diesem Nachmittag seltsam präsent. Und in seinem Garten waren sie auch tatsächlich unübersehbar: Bäume mit Gesichtern, die der Künstler während seines Lebens als deren Seelen herausstellte, wohin das Auge blickte. Kleine bewohnte Astlöcher und herumstehende echte und nachgebildete Pilze, wie aus einem Kinderbuch aus längst vergangener Zeit, tauchten überall aus den üppigen Büschen, Bäumen und Pflanzentöpfen auf. Ich hatte den Eindruck einer in einem Märchenwald Verirrten, der an jeder Ecke das Rotkäppchen begegnen musste.

Die „Kleinen“ so heißt es in der Volkskunde aller Kulturen, hatten schon immer mehr Einfluss auf die Geschicke der Erde, als der Mensch glaubt. Er wähnt sich ihnen nur überlegen und schaut deshalb lieber hinauf zu den Fürstenvölkern des Himmels. Die kleinen Diener der Erde, die so klein nicht sind, wenn wir uns bewusst drüber werden, was sie über die Jahrhunderte für Natur und Mensch tun, nimmt er wegen der großen Genien, nach denen er strebt, meist gar nicht wahr.

Der Mensch hat sich mit dem Fortschritt der Moderne zunehmend von den Geistern der Natur abgewendet, woraufhin sich das „kleine Volk“ zum Teil beleidigt zurückzogen hat und manches mal noch den einen oder anderen Menschen in Bedrängnis brachte, der sich tölpelhaft und ungestüm ihrer Reiche näherte. In früheren Zeiten wagte man es nicht, die Berge zu erklimmen ohne ein Gastgeschenk oder eine Opfergabe an die Geister des Ortes mitzubringen. Heute beklagt man den verirrten Wanderer, der unachtsam in eine Felsspalte rutschte und das Tal nur noch als Toter oder ewig Vermisster erreichte. Wer weiß, welche Erfahrungen sich dem Gipfelstürmer erschließen würden, wäre er etwas sensibler und würde von vornherein ein kleines Gastgeschenk in seinem Rucksack verstauen.

Unsere Urväter und -mütter wussten, wie man mit den Wesen der Natur umzugehen hatte. Sie waren integraler Bestandteil ihres Alltags. Das schamanisch-indoeuropäische Erbe ist in unseren Genen seit Jahrtausenden verankert. Hier überdauerte es interessanterweise alle lichten, aber auch alle dunklen Zeitalter.

Als Sehnsucht spürbar, als Flamme der Leidenschaft im Herzen behütet, steigen sie nun schon seit einigen Jahren aus den Tiefen unserer eigenen Geschichte herauf – und lassen uns in ihrer Gegenwart erschüttert feststellen, dass wir Demut, Ehrfurcht und brennende Herzen zwar über Jahrtausende aus unserer sichtbaren Welt verbannt haben, dass diese archaischen Tugenden aber die wahre Macht der Unsterblichkeit unserer Seelen besitzen. Und die Schlüssel zu unserem wahren Selbst sind.

Viele Namen kannten die Ahnen für die Mittler zwischen den Welten, die da so und ähnlich lauteten: Schattentänzer, Seelenschmiede, Geisterseher. Sie und andere wesentliche Charaktere der menschlichen Ur-Sippe lösen sich mehr und mehr aus den Verstrickungen der heutigen Zeit heraus und finden selbstständig in diesen und in den nächsten Jahren zu ihrer Bestimmung. Sie klingen bereits wie Windspiele durch den Äther, noch an vielen Orten übertönt vom Lärm der modernen Welt.

Mit der Fähigkeit, unterschiedliche Wesensformen wahrzunehmen, hauchen die schamanischen Erben den Wesen des „kleinen Volkes“ ihren Atem ein, um diese über ein vielfaches über sich hinauswachsen zu lassen. Der Segen des Menschen ist schon immer an den Segen der Natur gebunden. Die ausdrückliche Ermächtigung durch den Menschen lässt das „kleine Volk“ ihre „Klang“-Farbe und Form verändern, sie erfahren Beförderung und Einwilligung, die Einladung, im Sinne der Natur und für Schöpfung und Erhalt zu handeln.

Zum kleinen Volk gehören natürlich die Wesen der Elemente Feuer, Erde, Wasser und Luft. Das fünfte Element, der universelle Geist, das Alles-Verbindende, betrifft alle Dolmetscher der Dimensionen, die Diplomaten, die Reisenden, die Sehenden, Hörenden und Fühlenden. Der Geist ist es, der Ideen und ihre Werdung in den jeweiligen Welten schafft und zu ihrer Vollendung führt.

Und hier schließt sich der Kreis zum schamanischen Weltbild unserer Ahnen, die bei ihrer Suche nach einer neuen Heimat ihre Götter und Kulte mit in die unwirtlichen Gegenden unserer zum Teil großen, dunklen Wald- und Sumpfgebiete mitbrachten. Bemerkenswert sind trotz der vielen Clans und Sippen, die sich einst auf den Weg machten, ihre religiösen und kulturellen Gemeinsamkeiten. Unsere Ahnen lebten in Familienverbänden und hatten fast einen einheitlichen Götterglauben mit nahezu gleichen Ritualen, Kultplätzen und Grabanlagen. Der mythologische Kosmos unserer Ahnen scheint daher einer einheitlichen, gemeinsamen Quelle zu entspringen. Vielleicht einer spirituell-religiösen Ur-Form, die schon zur Zeit der menschlichen Einheitssprache existierte und die mit dem Aufbruch der Völker in alle Winde zerstreut, aber dennoch erhalten wurde. Etwas, das Sprache und sonstige Merkmale der Völkerwanderungen übrigens in dem Maße nicht vermochten.

Indem wir uns wieder dem geistigen Kosmos unserer Ahnen zuwenden, treten wir in Kontakt mit den uns umgebenden Welten. Wir ehren ihre und unsere eigene Geschichte, unsere Wurzeln und die Menschen, die über Jahrtausende unseren Weg durch Liebe und Leid, Fülle und Kargheit bereitet haben.
Die nächsten Monate verbrachte ich damit, mein Augemerk auf eine übergreifende Verbindung zwischen den verschiedenen Dimensionen zu richten. Für jedes Anliegen in der irdischen Welt, gibt es eine Entsprechung und eine Zuständigkeit in der geistigen Welt. Die Vereinigung und die Wechselwirkung zwischen der sichtbaren und den unsichtbaren Welten stellt ein großes Potential dar, das aus unserem Gesichtsfeld verschwand. Wir wissen zwar, dass auch unsichtbare Einflüsse unsere sichtbare Welt ständig durchwirken, getrauen uns aber häufig nicht, diese ganz bewusst und nachhaltig in unser Schicksal mit einzubeziehen. Über das animistische Weltbild unserer Vorfahren zu einem praktikablen Modell der heutigen Zeit:
Die Ahnen sind wieder einmal in der Gegenwart angekommen.


Anthera, im Juli 2009


Copyright © Anthera-Verlag / Anthera